Colorado im Farbenrausch

Nach neun Tagen Familie beginnt nun unser sechswöchiger Roadtrip.
Zwei Monate auf Reisen klingt zwar viel, dennoch reicht die Zeit wie so oft nicht aus für alle unserer Lieblingsorte hier im Südwesten. Wir sind dennoch zufrieden und freuen uns auf das, was kommt.

Denver Colorado,USA2025,born4travel.de

Kurz nach Elf verlassen wir Denver. Es wird ein echter Reisetag. Die eingegebene Route im Navi zeigt uns, dass uns 530 Kilometer bevorstehen, für die wir am Ende tatsächlich sechseinhalb Stunden brauchen werden. Mit Pausen natürlich.

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Unser erstes Ziel liegt im Nordosten Colorado‘s. In Vernal.
Dem Mekka für Dino-Fans.
Wir starten gen Westen auf die I-70. Eine Strecke, die wir nicht zum ersten Mal fahren. Aber während im Sommer staubbelegte, graugrüne Bäume den Weg säumen, sind im Oktober die satt gelben Pappeln die Hauptakteure.
In den Bergen, gleich hinter Denver, bereitet man sich auf die Skisaison vor und lässt schon mal die Schneekanonen arbeiten.

I-70,Colorado,USA2025,born4travel.de
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Der Ort Rifle liegt etwa auf der Hälfte der Strecke.
Hier verlassen wir die I-70. Weiter gehts auf den State Highway CO‑13 gen Norden.
Doch vorher machen wir eine Pause auf dem riesigen Rifle Campground, der sich auf einer Sandbank des Colorado Rivers befindet. Es gibt die gewohnten Tische mit Bänken, viel Grünfläche zum austoben und einen kleinen Erkundungsweg am Fluss. Beeindruckend wie sauber und gepflegt alles ist. Und klar, dass auch hier die Pappeln wie eine überdimensionale Dekoration alles verschönern.

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Nach dieser ausgesprochen entspannten Pause gehts endlich Richtung Norden.
Schon bald wird es stiller. Wir sind ganze Streckenabschnitte allein unterwegs. Die Straße führt durch weite Täler, vorbei an Wiesen und einzelnen Felsformationen. Immer wieder halten wir an, denn zwischen dem trockenen Gras leuchten die Bäume in kräftigem Gelb. Dazu dieser tiefblaue Himmel. So haben wir das noch nie gesehen. Colorado zeigt sich heute von seiner schönsten Herbstseite.

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Hinter Meeker folgen wir der CO‑64 Richtung Westen.
Die Landschaft wird offener, die Felsen markanter. Mal begleitet uns ein Fluss, mal blicken wir über eine weite Ebene bis zu den Bergen am Horizont. Besonders schön ist aber der Wahnsinns-Kontrast zwischen dem Wasser, den goldenen Bäumen und den hellen, fast wie geschichtet wirkenden Felswänden.

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Und dann darf noch Drohni das Ganze von oben erfassen:

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Kurz vor Rangely halten wir am Kenney Reservoir.
Hier breitet sich der White River zu einem See aus, hinter dem sich schöne Felsformationen erheben.
Der See entstand Anfang der 1980er-Jahre durch den Bau des Taylor Draw Dam. Der sollte vor allem vor Überschwemmungen schützen, die früher durch Eisstau im White River entstanden sind. Das gespeicherte Wasser wird auch für die örtliche Versorgung genutzt. Die Wasserfläche hat sich allerdings durch Ablagerungen im See in den letzten Jahren halbiert und hat heute nur noch eine Fläche ungefähr 1,36 Quadratkilometern.

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Nur ein Stück weiter befindet sich der Taylor Draw Dam. Seit 1993 wird am Damm auch Strom erzeugt, der zur Versorgung von Rangely beiträgt.
Egal wo man hinschaut - die Landschaft sieht einfach mal malerisch aus. Klar, dass das meiste dem schönen Wetter, dem dunkelblauen Himmel zu verdanken ist. Wir haben aber echt Glück.
Wieder einmal so ein nicht eingeplanter Stopp an der CO‑64.
Wieder einmal bleiben wir länger, als wir eigentlich vorhatten.
So etwas verzögert natürlich unsere Ankunftszeit.

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Bei Dinosaur erreichen wir schließlich die US‑40.
Dieser riesige rosafarbene Dinosaurier - ich frage mich jedes Mal, wer für diese Farbe gestimmt hat - begrüßt uns mit dem Schild „Utah’s Dinosaur Land“. Nach all der weiten Landschaften entlang der Strecke, auf der wir gefühlt alleine auf der Welt waren, ist das ein herrlich schräger Empfang.
Für ein Foto halten wir nicht an. Nein das Foto entsteht während der Fahrt. Denn wir wollen endlich ankommen.

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530 Kilometer klangen noch heute Vormittag ziemlich Respekt einflößend. Vor allem aber anstrengend. Letztendlich werden wir auf der gesamten Reise von einer wundervollen Landschaft visuell bestens unterhalten.

Halb Sechs checken wir im Townplace Suites Vernal ein.

Townplace Suites Vernal

Wir haben „nur“ ein Zimmer gebucht.
Bekommen aber so etwas wie ein Einraum-Apartment. Die Ausstattung bietet mehr, als wir erwartet haben.
Auch eine kleine Küche mit allem Drum und Dran.

Townplace Suites Vernal,Colorado,USA2025,born4travel.de
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So geht es weiter

2022 waren wir zum ersten Mal in Vernal und völlig überrascht, wie viel es in der Umgebung zu entdecken gibt. Wir hatten viel zu wenig Zeit eingeplant und wussten schon bei der Abreise: Hierher kommen wir noch einmal zurück.
Jetzt ist es so weit.